Becken

Das Becken und die Wirbelsäule
Das Becken ist die Basis der Wirbelsäule. Eine Veränderung des Öffnungswinkels des Oberschenkelkopfes in der Gelenkpfanne hat eine Verschiebung der Beckenschaufeln zur Folge. Das bringt das Gleichgewicht der Hüft- und Lendenregion durcheinander.

Zeichner: Heiko Schulze

Abb. (c) 2009 Heiko Schulze

Eine der wichtigsten Untersuchungstechniken im Sotaiho dient der Bestimmung des Beinlängenunterschieds und des Öffnungswinkels im Hüftgelenk (Hayashi, 2006).
Nach Dr. Isogai hängt immer ein Bein lockerer als das andere in der Hüfte! In der Abbildung ist die linke Seite betroffen. Hier ist der Oberschenkelknochen zu stark nach außen gedreht. Die Beckenschaufel dreht dann einwärts, sie wird nach oben verschoben (Sämmer, 2006). Das Bein erscheint länger, obwohl anatomisch kein Unterschied vorliegt.

Verschobene Beckenschaufeln haben Konsequenzen für die Basis der Wirbelsäule. Eine leichte Verschiebung im Kreuz-Darmbeingelenk ist Ursache für Schiefstände in der Lendenregion. Um trotzdem im Lot zu bleiben wird diese Fehlstellung durch eine Gegenkrümmung im weiteren Verlauf der Wirbelsäule kompensiert.

Abb. (c) 2009 Heiko Schulze

Diese zumeist seitlichen Verkrümmung sind die Schwachstellen im Organismus. Häufig hat das nur Konsequenzen für den Bewegungsapparat. Doch haben solche Störungen ganz sicher auch Einfluss auf das Funktionieren des gesamten Organismus. Man denke da z.B. an das Phänomen der Head´schen Zonen, bei denen Organschmerzen auf die Körperoberfläche projiziert werden, oder Bindegewebszonen über deren Behandlung der Zustand innerer Organe positiv beeinflusst werden kann (Jänig, 1986).

Nach Dr. Isogai gibt es eine Prädisposition für bestimmte Organerkrankungen, die sich durch den Beinlängenunterschied bestimmen lassen. Demnach leiden Menschen mit längerem rechten Bein eher an Brusterkrankungen, wohingegen Menschen mit längerem linken Bein eine Disposition für Erkrankungen des Bauchraums haben.

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